Grusswort

In ihrem TED-Talk „The Danger of a Single Story“ beschreibt die nigerianische Schriftstellerin und Aktivistin Chimamanda Ngozi Adichie, wie die Reduktion von Menschen und Orten auf eine einzige Erzählung Stereotype schafft – Stereotype, die nicht falsch, sondern unvollständig sind. Solche „Single Stories“ entstehen dort, wo Machtstrukturen Unterschiede statt Gemeinsamkeiten betonen. In der Anerkennung vielfältiger Geschichten sieht Adichie einen Weg, Würde wiederherzustellen und Begegnungen auf Augenhöhe zu ermöglichen.

Genau hier setzen die Afrikanischen Filmtage München 2026 an: Wir präsentieren vielfältige Geschichten, erzählt aus Perspektiven von Filmschaffenden afrikanischer Herkunft – von Nigerias erstem zeitgenössischen Tanzfilm (WHEN NIGERIA HAPPENS) über Versöhnungsarbeit in Ruanda (BEN‘IMANA), musikalische Reisen zwischen Westafrika und New Orleans (TUKKI) und Vater-Sohn Beziehungen inmitten politischer Umbrüche in Lagos (MY FATHER‘S SHADOW) bis hin zu intergeschlechtlichem Leben in Tunesien (TAKE MY BREATH) und der Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Verantwortung als Familienvater im Südafrika der Gegenwart (THE HEART IS A MUSCLE)

Freuen Sie sich auch auf unser Rahmenprogramm: Im Anschluss an WHEN NIGERIA HAPPENS findet ein Filmgespräch mit Ema Edosio Deelen statt. Und nach dem Dokumentarfilm TUKKI laden wir Sie herzlich zu einem Get-together mit Drinks, Snacks und Beats ein.

Wir sehen uns im Gasteig HP8 und wünschen Ihnen bereichernde Kinoerlebnisse!

Ines Rehm
Afrikanische Filmtage MUC e.V.